13 Tipps, um ins Gespräch zu kommen (mit Beispielen)

Aktualisiert am 20. März 2023

Egal, ob Sie versuchen, sich in eine neue Rolle einzuleben, oder einen neuen beruflichen Kontakt treffen: die Fähigkeit, ein Gespräch zu beginnen, ist äusserst nützlich, um für eine entspannte Stimmung im Raum zu sorgen und um wichtige Beziehungen im Beruf aufzubauen. Es ist nicht immer einfach, die richtigen Worte zu finden, wenn Sie jemanden zum ersten Mal treffen. Unabhängig von der Situation oder der Person, es gibt viele Möglichkeiten, ins Gespräch zu kommen. Erfahren Sie in diesem Artikel, wie Sie ganz unkompliziert eine Unterhaltung anfangen können.
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Wie Sie erfolgreich ein Gespräch anfangen und die Konversation am Laufen halten

Am Arbeitsplatz gibt es eine Vielzahl von Themen, aus denen Sie auswählen können. Bedenken Sie, dass Gespräche mit Arbeitskolleg*innen und beruflichen Kontakten etwas anders aussehen als die, die Sie mit Freunden oder Familie führen. In der Berufswelt möchten Sie professionell auftreten und gleichzeitig natürlich herüberkommen.Gute Gespräche beim Beruf helfen, wertvolle Beziehungen zu Arbeitskolleg*innen und Kund*innen aufzubauen und zu pflegen.

Hier sind 13 Ideen, wie Sie mit Leuten bei der Arbeit ins Gespräch kommen:

  1. Über das Wetter reden ist wohl das älteste Gesprächsthema überhaupt. Das Wetter ist ein Klassiker und funktioniert bei … jedem Wetter. Es ist eine der einfachsten Möglichkeiten, jemanden ins Gespräch zu verwickeln und kann in andere Themen übergehen. Beispiel: „Die Temperaturen sind fast unerträglich heiss heute, nicht wahr?“ oder „Haben Sie es ohne Schirm vom Auto ins Büro geschafft?“
  2. Stellen Sie sich vor in Situationen mit Leuten, die Sie noch nicht kennen. Wenn Sie etwa gerade eine neue Stelle angetreten haben und noch niemanden in der anderen Abteilung kennengelernt haben, können Sie die Person ansprechen und sich vorstellen. Beispiel: „Hallo, ich bin Ralph Schneider. Ich bin neu im Team und wollte mich vorstellen.“ Machen Sie es kurz und fragen Sie anschliessend nach dem Namen und der Position Ihres Gegenübers.
  3. Machen Sie ein Kompliment: Beziehen Sie sich auf einen Erfolg, von dem Sie gehört haben (Beförderung, Neukunde gewonnen etc.). Beispiel: „Glückwunsch zum neuen Mandat!“. Wenn Sie die Person noch nicht zuvor gesehen haben und Sie keinerlei persönlichen Bezug haben, können Sie sich auch einfach dafür bedanken, dass Ihr Gesprächspartner pünktlich zum Treffen erschienen ist: „Herzlichen Dank, dass Sie so zeitig eingetroffen sind.“
  4. Sport: Viele Leute verfolgen „ihr“ Team leidenschaftlich und sprechen gerne über das letzte Spiel oder den gestrigen Wettkampf. Die Olympiade bietet auch hervorragendes Material für Small Talk. Beispiel: „Haben Sie das unglaubliche Tor gegen die USA gesehen?“
  5. Fragen über das Unternehmen: Da haben Sie schon etwas gemeinsam. Sie arbeiten in der gleichen Firma oder am gleichen Auftrag. Viele Leute sind stolz auf ihr Unternehmen und sprechen gerne darüber. Fragen Sie, welche Aufgaben die andere Person hat, was sie am liebsten mag an der Firma usw. Wahrscheinlich werden die Fragen an Sie zurückkommen. Das heisst, dass sich schnell eine gute und lebhafte Diskussion entwickeln kann. Beispiel: „Wie sind Sie bei uns zum Bereich Social Media gekommen und welche Kanäle entwickeln sich für unsere Firma in den nächsten zwei Jahren wohl am schnellsten?“
  6. Hilfe anbieten: Ein Kollege versucht, seine Präsentation auf dem grossen Bildschirm zu zeigen, hat aber das falsche Kabel. Bieten Sie Ihre Hilfe an und gewinnen Sie einen Freund. Beispiel: „Ich glaube, ich weiss, wo das richtige Kabel ist. Soll ich es holen?“ – Bieten Sie Ihre Hilfe so an, dass sich der Kollege nicht dumm vorkommt.
  7. Fragen zum Projekt stellen. Beispiel: „Können wir bei Phase 2 vielleicht ein paar Tage mehr einplanen?“, oder „Ich habe gelesen, dass Sie auch Erfahrung in der Materialbeschaffung haben.“
  8. Bieten Sie ein Getränk oder einen Snack an. Etwa: „Möchten Sie einen Kaffee?“, kann schnell eine kleine Unterhaltung einleiten. „Danke, ich trinke nur Tee, seit ich …“, oder „Bitte mit 3 Zucker, ich mag es gerne süss, weil …!“ oder „Ja gerne, ich sage immer ja zu Kaffee, da ich …!“ Hier hat bestimmt jeder etwas zu sagen.
  9. Um die Meinung bitten: Sie stehen mitten im Projekt und es gibt mehrere Möglichkeiten, die nächsten Schritte zu planen. Beispiel: „Meinen Sie, dass es effizienter wäre, wenn eine Untergruppe die Marktbefragung ausführt?“, oder „Denken Sie, das Projekt ist soweit gut gelaufen?“
  10. Erzählen Sie etwas Schönes oder etwas zum Schmunzeln. Wenn Sie die Leute schon kennen, etwa: „Mein Sohn hatte gestern sein erstes Vorstellungsgespräch.“, oder  „Ich trage heute meine Sportschuhe, weil mein Hund die anderen Schuhe zerbissen hat.“
  11. Fragen Sie um Hilfe, zum Beispiel, wenn Sie wissen, dass Ihr Gegenüber in einem bestimmten Bereich hoch qualifiziert ist. „Könnten Sie mir noch mal die Tabelle mit den Logarithmen erklären?“, oder „Wären Sie bereit, mir bei der Neuorganisation des Ablagesystems zu helfen?“
  12.  Fragen Sie nach dem Wohlbefinden: Ganz einfach „Wie fühlen Sie sich heute?“ oder „Haben Sie sich gut erholt in den Ferien?“
  13. Für zukünftige Gespräche: Machen Sie nach dem Gespräch Notizen zu den Informationen, die Sie erhalten haben. Das kann Ihnen später Stoff für weitere Gespräche bieten. Es zeigt auch, dass Sie der anderen Person wirklich zugehört haben. Etwa, wenn ein Kunde den Namen seiner Tochter erwähnt hat, können Sie beim nächsten Treffen nach „Marie“ fragen. Oder machen Sie sich eine Notiz vom Lieblingssport des neuen Bereichsleiters.
Lesen Sie auch: Was bedeutet Kundenbetreuung?

Wie Sie im Gespräch bleiben

Sie haben den Anfang gemacht und bemühen sich nun, das Gespräch am Laufen zu halten. So wird’s gemacht:
  • Bleiben Sie respektvoll.
  • Unterbrechen Sie Ihr Gegenüber nicht.
  • Hören Sie aufmerksam zu.
  • Fragen Sie kurz nach, wenn etwas nicht klar ist.
  • Stellen Sie Folgefragen zum Thema, zeigen Sie Interesse.
  • Nicken Sie leicht mit dem Kopf.
  • Machen Sie ein freundliches Gesicht, mit einem leichten Lächeln, ausser wenn das Thema sehr ernst ist.
  • Machen Sie kurze, positive Bemerkungen während Sprechpausen.
  • Fassen Sie das Gesagte hin und wieder zusammen.
  • Halten Sie keine Monologe.

Worüber man besser nicht spricht

Gespräche sollen immer auf einer positiven Note anfangen, damit es für alle Beteiligten eine angenehme Zeit wird und man sich gerne an die Unterhaltung erinnert. Einige Themen sollte man besser weglassen am Arbeitsplatz, weil sie zu persönlich oder kontrovers sind. Dazu gehören Fragen oder Angaben über:
  • Gehälter
  • Politik
  • Religion
  • COVID
  • Altersangaben
  • Klatsch/Gerede
  • negatives Weltgeschehen
  • Zivilstand, Fragen nach Partner*in

Augenkontakt und Körperhaltung

  • Körpersignale:
    Achten Sie unbedingt auf Ihre physische Präsenz. Bleiben Sie in Augenkontakt mit Ihrem Gesprächspartner und stehen Sie oder sitzen Sie auf entspannte Weise. Lockern Sie Ihre Schultern, halten Sie die Arme unverschränkt und den Rücken gerade. Wenn Sie merken, dass Ihr Gegenüber verkrampft ist, treten Sie einen Schritt zurück, um mehr Abstand einzuräumen – vielleicht waren Sie zu nah. Wenn das nicht hilft, kann es auch sein, dass die andere Person im Moment nicht bereit für ein Gespräch ist. Forcieren Sie die Unterhaltung nicht, das wäre kontraproduktiv.
  • Aktives Zuhören:
    Aufmerksames Zuhören bedeutet, dass man eine offene und empathische Einstellung zu seinem Gegenüber und dessen Anliegen hat. Sie geben zu verstehen, dass Sie die Person schätzen. Dies macht es Ihrem Gegenüber einfach, frei und ehrlich zu kommunizieren. Sie können so eine gute Vertrauensbasis aufbauen.
  • Selbstbewusst auftreten:
    Wichtig ist, dass Sie sich wohlfühlen. Tragen Sie bequeme Kleidung und Schuhe. Wenn Sie sich dennoch unsicher fühlen, bedenken Sie, dass sich wahrscheinlich andere Leute im Raum ähnlich fühlen wie Sie. Entspannen Sie sich, nehmen Sie sich Zeit. Erinnern Sie sich, dass Sie bei diesem Gespräch in erster Linie gelandet sind, weil man Sie angefragt hat, dabei zu sein. Sei dies als Kandidat für einen neuen Job oder als Teilnehmer des Führungsteams. Sie sind aus einem guten Grund da und dürfen selbstsicher auftreten.

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